Cacatmonan

Nachdem jetzt schon ein paar Tage vergangen sind, dass ich einen Ausfuehrlichen Eintrag geschrieben hab, gehts jetzt weiter.

Es ist einiges passiert in den letzten Wochen, leider nicht immer nur gutes :D, dazu aber spaeter mehr.

Erstmal will ich von unserem Trip nach Cacatmonan erzaehlen. Cacatmonan ist das abgelegenste Dorf der Gemeinde Hernani, ein Dorf mit knapp 80 Einwohnern, dass ungefaehr 2 Stunden strammen Fussmarsch in den Bergen ueber Hernani liegt. Zu Fuss ist auch wirklich die einzige Moeglichkeit nach Cacatmonan zu kommen, es gibt keine Strasse hin, auch keinen Fluss, das heisst abgelegen hier. Zur Gelegenheit einer Party nach den Barangaywahlen (aehnlich den Kommunalwahlen in Deutschland), sind Simeon und ich mit unseren Freunden Kyle und Haji am Freitag um 5:00 aufgestanden, um uns auf den Weg zu machen.

Hier ein Bild von mir und Simeon, meinem Mitbewohner beim Aufstieg:Ja, wir sehen fertig aus. Das lag daran, das wir muede sind, es recht heiss, der weg steil und der boden matschig war. Aber wir haben uns nicht beschwert. Weil man auch durch diverse Baeche waten musste, haben wir dann einfach schuhe ausgezogen und sind barfuss hochgelatscht, was wirklich das beste angesichts des rutschigen weges. Nachdem wir dann um knapp 9:00 angekommen sind, haben wir Fruehstueck von den netten Leuten bekommen und uns in Haengematten ausgeruht.

Im Laufe des Tages sind dann immer mehr Leute ins Dorf getraeufelt, die unter anderem auch ne komplette Soundanlage, inkl. fetten Boxen und Generator hier hochgeschleppt haben. Mir absolut ein Raetsel, wie ein knapp 60-jaehriger nen Generator aufm Ruecken da hochschleppen konnte ohne sich den Hals zu brechen (was mir passiert waer). Im Dorf bin ich wieder Zeuge der philippinischen Gastfreundschaft geworden, egal wer man ist oder wo man herkommt, erstmal kriegt man was leckeres zu Essen in die Hand gedrueckt, egal wie wenig oder viel noch uebrig ist. Man wird von Allen begruesst, nach knapp 30 Minuten kannten alle Kinder im Dorf (knapp 20) Simeons und meinen Namen. Hier hatten wir Spass beim Photoposen mit ein paar Jungs:

Gegen 17:00 fing dann das offizielle Programm des  an, wo es nochmal ein grosses Bueffet, eine kleine Tanzeinlage und eine Rede von jedem Neugewaehlten. Danach hat jeder Tisch ne Flasche Schnaps gekriegt, die gegen 20:00 erneuert wurde. Den Rest des Abends wurde dann getanzt, unter anderem auch Amenudo. Das ist der traditionelle Tanz von hier, bei dem von einem Sprecher ein Paerchen ausgewaehlt wird, das dann vor allen Versammelten fuer knapp 3 Minuten tanzen muss. Natuerlich findens alle ganz klasse, wenn da auch die deutschen mitmachen 😀 Ich hatte den Tanz noch nie geuebt, wurde einfach in die Mitte gerufen. Man hat das Spass gemacht…

Waehrend des Tanzes steht dann noch eine Schale in der Mitte (die man hier leider nicht sieht), in die Geldscheine geworfen werden. Das gesammelte wird dann fuer einen guten Zweck genutzt.

Naja, so ging der Abend dann lustig weiter, bis ich dann um 23:00 muede war und mich in meine Haengematte zum schlafen gelegt hab.

Insgesamt war es ein echt schoener Abend, man wurde echt super von den Leuten aufgenommen und eingeschlossen. Doof war dann leider bloss, das ich wohl irgendwas am Essen nicht vertragen hab und ab knapp 24:00 Magenkraempfe gekriegt hab, die bis zum naechsten Tag anhielten.

Auch ein 2 stuendiger Abstieg auf ner schlammigen Piste (ueber nacht hatte es noch mehr geregnet) mit Duennpfiff macht auch nich sooo viel Spass :D.

Jedenfalls waren wir dann am Samstag um knapp 10:00 wieder zu Hause, wo ich mich geduscht hab, auf ein schoenes Klo gegangen bin und dann bis Nachmittags gepennt hab. Insgesamt wars ein echt cooler Ausflug und interessant zu sehen, wie man so abgeschieden lebt. Simeon und ich wollen auf jeden Fall nochmal nach Cacatmonan, bevor das Jahr zuende ist.

Ich hoffe ich schaffe heute noch einen Eintrag, der ein Update auf die letzte Woche gibt, da is auch einiges passiert.

Ein Gedanke zu „Cacatmonan

  1. Hallo Henning. Das war klasse zu lesen. Es ist schön, dass es noch Menschen gibt, für die Gastfreundschaft nicht nur ein Wort ist. Ich wünsche dir noch eine weitere aufregende Zeit.
    Bin sehr an deinen Berichten interessiert.
    Andreas

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