Weekend on da‘ Beach

Jetzt habe ich es nach knapp drei Monaten auf den Philippinen endlich geschafft, einen Traum zu verwirklichen: Viel Wasser und Essen kaufen und für ein Wochenende an einem abgelegenen Strand zu übernachten. Wenn man das dann noch mit surfen verbinden kann, umso besser :). Letztes Wochenende bin ich mit Ruben und Martin, zwei Anderen deutschen Freiwilligen nach Calicoan Island gefahren, der beste Surfspot auf meiner Insel hier. Es gibt zwar ein billiges und gutes Hotel direkt am Strand, ich war jedoch entschlossen am Strand zu pennen. Das einzige Problem war, dass ich kein Zelt oder eine Plane hatte, falls es regnen würde.
So bin ich dann am Freitag um 15:00 mit zwei dicken Tüten Brot und 6 Litern Wasser mit einem Tricycle zum Strand gefahren, was ca. 30min fahrt sind. Die Gegend da ist so abgelegen und unbesiedelt, man sieht sogar öfters wilde Affen.
Ich hatte zwei Decken, eine unter mir und eine über mir. Wie gesagt hatte ich leider keinen Schutz vorm Regen. Es gab aber eine kleine Höhle direkt an meinem Camp, wo ich bei Regen reinkriechen konnte. Tagsüber sah mein Lager dann so aus, eine Decke mit Bambusstöcken als Sonnensegel:

Ich habs nach einiger Zeit sogar geschafft mir ein schönes Feuer am Freitagabend zu machen, was dann echt cool war:

Die Nacht war in Ordnung, auch wenn wirklich ALLES voller Sand war, da half keine Unterlage. Um 4:30 ging dann am Samstag die Sonne auf, was verdammt hübsch war:

Das Highlight meines Wochenendes war auch direkt Surfen zu gehen, als die Sonne zu sehen war, knapp um 5.30. Die Wellen waren echt gut und ich konnte einige surfen. Alleine das Licht war himmlisch.

Und so hab ich dann auch den Rest des Samstags verbracht, gesurft, dann annen Strand und für ne Stunde gepennt, dann wieder gesurft, Brot gegessen, Wasser getrunken und so weiter. Gegen 16:00 kam dann leider ein stärkerer onshore Wind, der schlecht für die Wellen ist. Weil ich eh ausgepowert war, hab ich meine Frisbee genommen und mit lokalen Surfern gespielt, was auch richtig Spaß gemacht hat. Die Typen sind auch verdammt gute Surfer, wohnen oft so gut wie in der Nähe vom Surfspot und sind eigentlich jedes Wochenende da. Die haben sich auch ne Hütte da gebaut, wo sie mich eingeladen haben, das Nächste mal zu pennen, wenn ich nicht ins Hotel will. Die Leute waren einfach echt wieder ein Beispiel von philippinischer Gastfreundschaft. Nach ner Stunde, die wir die Frisbee geworfen haben, haben sie gefragt, ob ich nicht ein bisschen Buko (junge Kokosnuss) haben will. Einer von denen ist dann die 5m hohe Kokosnusspalme hochgeklettert, die hier überall sind, und jedem ne unglaublich lecker Kokosnuss runtergeworfen. Vor allem wenn man den ganzen Tag im Salzwasser ist, schmeckt frischer Kokosnusssaft super gut 🙂 Die Leute sind dann gegen 5 wieder zu sich nach Hause gefahren und ich hab mich auf die zweite Nacht vorbereitet. Sogar ein bisschen geschummelt hab ich und mir ein Sandwich vom Hotel gekauft.
Die zweite Nacht war leider nicht so schön, gegen 4:00 fings an zu regnen und es war sehr windig. Weil die Höhle leider nicht so trocken war, wie ich gedacht hatte, hab ich mit dem Oberkörper unter meinem Surfbrett gepennt und meine Regenjacke über den Beinen gehabt. Die Füße sind nass geworden. Dank dicken Regenwolken war dann auch kein Sonnenaufgang, der einen aufgemuntert hätte, stattdessen nur ein sattes Grau… Ich hab dann gegen 8:00 am Sonntag noch versucht zu surfen, aber der Wind hat die Wellen kaputt gemacht, man konnte absolut nicht einschätzen, wo sie brechen würden. Weil ich insgesamt auch etwas fertig war, kein Wasser mehr hatte (6l in knapp 30 Stunden getrunken, mannomann…), hab ich mich gegen 12:00 auf den Rückweg nach Hernani gemacht.
Trotz der etwas anstrengenden Nacht, war das Wochenende wohl das beste, was ich hier bisher verbracht habe, vor allem auch, weil ich richtig nette surfer aus der Gegend kennengelernt hab. Außerdem wars ein Preisknüller: inklusive Anreise, Verpflegung und „Unterkunft“ hat mich das Wochenende 600 Pesos gekostet. Das sind nichtmal 10 Euro 🙂
Ansonsten ist hier im Moment Regenzeit angesagt, manche Tage giesst es wirklich (nach deutschen Standards) den ganzen Tag. Da kann man dann nicht so viel tun, ausser doof im Regen rumaufen, lesen und Essen. Ist aber noch alles im Rahmen der Entspannung.
Ansonsten steht auch bald unser Zwischenseminar an, vom 7.-10. Dezember treffen wir uns mit allen Freiwilligen in Cebu City. Ich werde mir wahrscheinlich die Woche danach noch Urlaub nehmen und nach Siargao fahren, DIE Surferinsel der Philippinen. Hoffentlich klappt das alles, vor allem Reisen mitm Surfboard ist nicht immer so einfach…
Novemberstimmung ist hier noch garnicht. Nur die Weihnachtsdekoration wurde schon vor zwei Wochen aufgehängt. Ich arbeite jetzt mit einem großen Jesus-Pappaufsteller im Büro zusammen 😉

6 Gedanken zu „Weekend on da‘ Beach

  1. Habe gerade das Feuer im Ofen angemacht..gestern den ganzen Tag dichter Nebel. S krank, M in Österreich, Je nölig, Ju plant seine Geb.Party für So.,viele Versammlungen und vor mir die Steuererklärung 😦

  2. yeah 🙂 Total cool!!
    Bin ziemlich neidisch und freu mich drauf, wenn du wieder hier bist!! Die Bilder sind en Traum 😉

    GreetZ
    Markus

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