2 Monate

Fast genau vor zwei Monaten bin ich auf dem Flughafen in Manila angekommen. Im moment wundere ich mich nur, wo die ganze Zeit geblieben ist. Simeon, meinem Mitbewohner, geht es ganz aehnlich. Mittlerweile hat sich ein recht regelmaessiger Alltag eingestellt:
7:30: Aufstehen, Fruehstuecken und Duschen
8:30: Zur Arbeit gehen, ein gemuetlicher Fussmarsch von 5 Minuten, auf dem man fast vom ganzen Dorf freundlich gegruesst wird, vor allem von den Kindern.
Auf der Arbeit schraub ich dann am LAN und WLAN rum, noch laeuft noch nicht alles perfekt.
11:30: Unser Chef entlaesst uns zum Mittag
Das Essen ist dann meistens gegen 12:00 fertig, unsere Gastmutter kocht immer super. Ein typisches Mahl besteht aus Reis, frischem gebratenen Thunfish und ein bisschen Gemuese.
Wenn wir Lust haben, gehen wir noch in der Mittagspause schwimmen, eine wunderbare Erfrischung in der Mittagshitze. Dazu gehen wir dann die 2 Minuten zum Strand und lassen uns von den Wellen des Pazifiks abkuehlen .
14:00: Wieder zur Arbeit gehen
Nachmittags sind die Leute im Buero nicht mehr ganz so motiviert, wenn mein Chef denn Nachmittags da ist, erledige ich noch ein paar Sachen.
16:30: Schicht im Schacht
Selten arbeitet man hier laenger als bis 16:30, dann kann ich nach Hause gehen und die letzte Stunde Sonnenschein noch mit Surfen, Schnorcheln oder einfach nur Schwimmen verbringen.
17:30: Sonnenuntergang
Nach Sonnenuntergang ist nicht mehr so viel los im Dorf, meistens sitzt man an der Strasse und unterhaelt sich. Wir setzen uns auch gerne mal an den Strand und trinken noch ein Bier. Ansonsten lieg ich in der Haengematte und lese oder vertreib mir die Zeit anderweitig. Wie gesagt, nach Sonnenuntergang ist nichtmehr viel los.
19:30: Abendbrot
Wir essen recht spaet, wenn ich nichts zu tun habe, bin ich schon durchs lesen schon ziemlich muede.
Das Abendbrot ist auch sehr lecker, meistens gibts noch eine Suppe zum Reis und Fisch.
20:30: Schlafen oder Bier
So sind die Abendangebote hier ungefaehr. Entweder ich bin um 20:30 schon so muede, dass ich einfach einpenne, oder wir treffen uns noch mit Freunden und setzen uns ans Meer und trinken ein oder zwei Bier. Manchmal geht man auch in die Karaokebar, wo es aber auch fast immer ziemlich spaet wird (Spaet ist hier 12:00).

Das ist ungefaehr mein Alltag unter der Woche. Hier in der Provinz richten sich die Leute noch ziemlich nach der Sonne, der Tag faengt fuer die meisten um 5 oder 6:00 an, dafuer geht man dann auch frueh schlafen. Vor allem bei Stromausfaellen, die hier recht haeufig sind, bleibt man nicht sehr lange wach. Ich schaetze, dass wir seit unserer Ankunft hier in Hernani schon gut 7 Tage ohne Strom verbracht haben, vor allem am Wochenende passiert es, dass es Abends kein Licht gibt. Naja, man kann auch im Kerzenschein lesen. Wenns dann auch noch regnet, hat man richtige Tropenidylle unterm Wellblechdach.
Die Wochenenden sehen dann meistens anders aus, ich reise recht viel rum, besuche andere Freiwillige, die in der Naehe von guten Surfspots hier in Samar wohnen. Dann muss man nur die winzigen Reisekosten zahlen (ca. 2 cent pro gefahrenem km im Jeepney), Unterkunft hat man umsonst.
Dieses Wochenende plane ich ein Surfwochenende mit einem anderen Freiwilligen, weil wir Montag und Dienstag Feiertage haben. Wenn alles klappt wie geplant fahren wir Samstag um 6:00 nach Calicoan-Island, der “beruehmteste” Surfspot hier in der Naehe, pennen da in nem Hotel oder Zelt, essen Brot und Nudeln und fahren dann am Dienstag Abend wieder zurueck. Darauf freue ich mich :). Vor allem weil man dann so gut wie am Strand pennt, hier interessiert das keinen. Warum sollte man denn auch ein Problem mit “Wildzelten” haben?

2 Gedanken zu „2 Monate

  1. Anmerkung der Redaktion:
    Es ist was dazwischen gekommen, Mirkos Geburtstag. Aber weil der auch nen ziemlich guten Surfspot in der Naehe hat, muss ich wohl dieses Wochenende Surfen UND Feiern, kann man das denn glauben?

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